Flaschenpost

Irgendwo in einem Karton, da war etwas versteckt, das vor rund 23 Jahren dort vergessen worden ist: Die erste Ausgabe der Bernitter Schülerzeitung  namens „Die jungen Reporter“. In dieser Ausgabe gab es einiges zu lesen aus den verrückten 90ern, als man bunte Einkaufstüten zu schräger Raver-Mode umnähte und eine mehr oder weniger talentierte Sängerin namens „Blümchen“ irgendwas von Satelliten in die Welt krakeelte. 

Rauchen und Boygroups waren damals ein großes Thema; als „Out“ (Hat man früher zu Sachen gesagt, die cringe sind, Alter!) galt es außerdem, Sonnenbrillen im Winter zu tragen. Auch Meinungen zur Schule sind abgedruckt. Schon seinerzeit drängelten sich „die Großen“ am Bus vor. Manche Dinge ändern sich wohl nie. 

Was es sonst noch gab im Jahre ’97? Das kann sich selbst erlesen werden, denn die Zeitung gibt’s hier als Scan. Von einem ganz besonderen Schätzchen muss dann aber doch noch berichtet werden: Enthalten ist eines der wenigen Fotos des Outdoor-Schwimmbeckens, das diese Schule mal hatte und irgendwann vor Jahren zugeschüttet worden ist.

Mit einem Klick auf das Beitragsbild kommt ihr zur Zeitung.

Es weihnachtet

Enrico hat den flauschigsten Schneemann. Marie im Hintergrund auch.

In der 5a weihnachtet es schon heute, denn bei Frau Specowius und ihren Elfen wird gebastelt. Schneemänner aus Watte zum Beispiel. Oder Baumschmuck mit Golddeko. Dazu gibt’s natürlich Kekse und Nüsse und all die anderen Sachen, die man in dieser Jahreszeit so auf den Tischen findet – und dann plötzlich von heute auf morgen wieder verschwunden sind.

 

Im Informatik-Casino

Jacob lernt Programmieren.

Aus dem Informatik-Unterricht der Klasse 7 klingt es wie im Casino: Dudelmelodie und Klingeltöne. Aber hier wird nicht gezockt, sondern programmiert. Auf den neuen Tablets läuft Apple Playgrounds, eine App, die sich an Programmieranfänger richtet. Zur Zeit lernen die Schüler*innen spielerisch, eine Figur mittels Programmcode durch einen Parcour zu schicken. Der Schwierigkeitsgrad steigt mit jedem Level, und irgendwann, so hoffen wir, sind Jacob, Jonas und alle anderen in der Lage, eine eigene App zu programmieren. Bis dahin sind allerdings noch viele Zeilen Code nötig…

„Und sonst so?“

Das ist Niklas. Niklas aus der 5b. Schon seit der ersten Klasse ist er an der Schule und auf die Frage, wie er es so bei uns findet , da nickt er – typisch norddeutsch – schweigend mit dem Kopf. Was er später mal werden will, das weiß Niklas zur Zeit noch nicht, aber für solche wichtigen Entscheidungen sind’s ja auch noch fünf Jahre hin. Sport ist übrigens sein Lieblingsfach. Was seine Familie und er an Weihnachten machen? „Eigentlich nix, außer viel essen.“ Und weil partout nicht mehr aus ihm herauszubekommen ist, schlurft Niklas schon wieder zu seinem Platz zurück.

it’s learning teilweise offline

Seit dem Wochenende ist die Lernplattform leider nicht erreichbar, wie in unübersehbaren Buchstaben auf der Anmeldeseite zu entnehmen ist. Jedoch nicht davon betroffen ist die Handy-App, über die auch weiterhin Nachrichten versendet und empfangen werden können. Auch Aufgaben sind dort abruf- und vor allem hochladbar.

Wann es ganz normal über die Web-Version bei it’s learning weitergeht, können wir leider derzeit nicht sagen.

Lilli und die Räuber

Lilli und Martha beim Wischen.

Kaum eingerichtet, schon heiß begehrt und voll im Einsatz: Unsere Tablets. Zum Beispiel in Klasse 7, wo heute die Aufgabe darin bestand, ohne Vorkenntnisse ein Video zu produzieren. Learning by doing! Zunächst ratlos, ging danach gleich die Post ab: Übergänge, Soundeffekte, Titel und Abspann und noch die ein oder andere versteckte Funktion wurde schnell entdeckt und genutzt. Das macht auch Martha und Lilli Spaß, die ein Stück der „Räuber“ vertonen und nach kurzer Zeit gekonnt über den Bildschirm wischen.

Bernitt wird flott

Lenja in command.

In ihrer neuen Kommandozentrale sitzt Lenja aus Klasse 9. Sie hat sich dazu bereiterklärt, dabei mitzuhelfen, die Digitalisierung an der Schule durchzupeitschen. Denn dafür braucht man Nerven wie Drahtseile: Die neuen iPads sind nahezu leer und müssen nun mit Leben, also Apps, aufgefüllt werden. Und das dauert, denn auf jedem der Tablets muss das einzeln und nacheinander passieren – alles mit einer Netzgeschwindigkeit, wie sie nur Oma aus den Selbstgestrickten hauen könnte. Darum hat Lenja drei der Apple-Geräte vor sich postiert, um Multi-Tasking zu lernen und gleich drei Ladebalken auf einmal beim Drehen beobachten zu können. Schwindelerregend!

Das Landei

Vom glücklichen Huhn.

Neulich im Hauswirtschaftskurs der Klasse 7: Es gibt selbstgemachten Pudding, angerührt mit Ei. Toni schiebt angewidert das Schälchen weg. Aber nicht, weil er Pudding nicht mag, sondern weil er nur die Eier isst, die seine weizenschrotgefütterten glücklichen Hühner legen.

Und so brachte Tony heute 20 frische Landeier mit, die in Omelette, Rührei und etwas bauernfrühstückähnliches verwandelt worden sind. Erik versuchte sich an einem gerollten japanischen Omelette (hat er geschafft) und Tony kredenzte aus Bacon, Schnittlauch, Brot und eben seinen Eiern deftige Rühreibrote. Und es stimmt: Schon die Farbe ist kräftiger als bei Eiern aus dem Supermarkt und der Geschmack vollkommen anders.

Und wie haben sich die anwesenden Damen so geschlagen? Nur so viel: Wenn Kartoffeln schälen und Paprika schneiden eine Kunst wäre, dann wäre bei ihnen heute möglicherweise ein handgeschnitzter Schwippbogen herausgekommen.